So langsam gewöhnen wir uns an Spanien. Vorallem an das Wetter, tagsüber sonnig und warm, abends erfrischend aber nicht kalt. Kann so weitergehen. Nach Tarragona, lassen wir den weltberühmten Ort “ Peniscola“ links liegen und fahren weiter nach Castellon de la Plana. Dieser Ort ist auch eher für den Sommertourismus ausgelegt, die meisten Ferienhäuser/Wohnung sind leer und wir können auf einem Parkplatz direkt an der Promenade übernachten. Auch die großen Städte Valencia, Murcia und Alicante fahren wir nicht an. Ist mit 2 kleinen Kindern eher Streß als entspanntes Sightseeing, zudem die meisten Stadtstellplätze wenig bieten dafür umso mehr kosten. Irgendwann später bestimmt. Dafür übernachten wir im Hinterland auf einem Pick-Nick-Platz an dem sich viele Einheimische zu geselligen Abenden mit Grill und Chill treffen. In Aguilas treffen wir uns mit einer anderen Reisefamilie. Hier gibt es einen großen Parkplatz zwischen 2 Buchten, wo auch einige Camper überwintern. Die Kinder haben Spaß und wir genießen das Baden im warmen Mittelmeer.

Südlich von Murcia.
Früh übt sich :D
Aguilas.

Dann trauen wir uns doch in eine große Stadt und beschließen nach Málaga reinzufahren. Laut App gibt es einen großen kostenlosen Stellplatz mitten in der Stadt. Also winden wir uns durch die Gaßen und wir haben glück, auf dem Platz ist Trödelmarkt. Alle camper müssen extrem zusammenrücken und es ist sehr wuselig und hektisch/chaotisch (zumindestens für uns ). Wir essen zu Mittag im Camper und beschließen weiterzufahren, ohne die Stadt anzuschauen. Leider wird es hier immer schwieriger freie Stellplätze am Meer zu finden, so landen wir für die Nacht in Estepona. Dafür direkt am Strand, mit Spielplatz und nur 3 anderen Campern. 

Sunset.
Kuscheln in Malaga.
Estepona.

Die Zeit drängt, bald kommt unser Besuch und wir haben noch einige Kilometer bis zu dem Ferienhaus. Wir wundern uns, weil wir soviele Fahrzeuge mit „UK“ und „GBZ“ sehen, aber klar, Gibralatar ist hier um die Ecke und gehört immernoch zu England. Wäre aufjedenfall interessant den Affen auf der Insel mal Hallo zu sagen. Nein, ich meine nicht die Menschen! Es leben Berberaffen auf Gibraltar und sind eine Attraktion, weil sie so gar keine Scheu vor dem Menschen mehr haben. Wir wollen weiter zu dem bekanntesten Surfspot überhaupt, Tarifa. Und tatsächlich, der Himmel ist voll mit Kites und überall wuseln die Surfer herum. Von chaby chic vw t3 campern bis ganze Hostels auf Lkw-Basis ist alles vertreten und der Parkplatz sehr gut gefüllt. Es macht Spaß den Kitern zuzusehen und zum Glück haben die Strandbars offen, so können wir uns Fisch und Pommes göhnen während die Kids nach Schätzen in den Dünen graben.

Kites.
Viel los und entspannt.
Frisch vom Grill.

Und es gibt noch eine Besonderheit westlich von Tarifa, die Duna de Valdevaqueros. Mittendurch führt eine Straße zum nächsten Ort. Vom Parkplatz aus kann man die Düne erkunden und es macht einen Heidenspaß, diese runter zu rutschen, nur das wieder hochlaufen wird nach dem 5x langsam anstrengend.

Kaum haben wir Tarifa hinter uns gelassen, ist es schon an der Zeit die Schlüßel für das Haus abzuholen. Das Haus steht in dem kleinen Örtchen „conil de la Frontera“ südlich von Cadiz. Es hat 3 Schlafzimmer, 2 Bäder, kleinen Pool, Terrasse mit Grill un das wichtigste: unser Womo passt auf die Einfahrt, zwar nur knapp, aber es passt.

Niklas, mein Freund und Arbeitskollege aus Dinslaken, kommt uns für 1 Woche besuchen *juhu*. Vorallem Anton freut sich sehr über den Besuch. Ich fasse die Woche kurz zusammen. Wir haben Ausflüge in die Städte gemacht, waren an den Stränden, im Restaurant essen, haben im Haus gegrillt, waren im Ar*kalten Pool schwimmen, Skip-Bo bis zum abwinken gespielt und einfach nichts gemacht. Auch mal schön. Es war ein trauriger Moment beim Abschied nehmen. Und doch ist jeder Abschied die Vorfreude aufs Wiedersehen, in unserem Fall kommt noch die Planung für den weiteren Weg hinzu. Für uns geht es weiter nach Portugal. Die Algarve steht schon lange für uns als Ziel fest.

Düne.
Ferienhaus.
Niklas mit Family.