Endlich kann es losgehen. Die Heilung bei Theo geht sehr gut voran, nach der Post-op Untersuchung beim Arzt können wir losfahren. Wir haben uns mit unseren Freunden aus Hamburg in Fehmarn verabredet. Die Fahrt dorthin ist eher unspektakulär und die erste Nacht verbringen wir in der Nähe von Celle an einem kleinen See. Unser Treffpunkt ist der Campingplatz Johannisberg, dieser verlangt einen negativen Co-Test, also noch eben in Burg am Testzentrum einen Schnelltest gemacht und 20 Minuten später als Email das Ergebnis bekommen. Vor Ort interessiert dieser keinen, es geht nur darum falls eine Behörde mal fragt. Die Tage verbringen wir am Ostseestrand, unsere Freunde sind begeisterte Kiter und soviele Kites in der Luft habe ich noch nie aus der Nähe gesehen. Auf jedenfall will ich das irgendwann mal ausprobieren. Und was für ein Zufall, Geburtstag wird auch noch gefeiert, mit Gästen, Bier und Kuchen. 

Hejho Piraten.
Fehmarn.
Kite Parade.

Hier beschließen wir, dass wir die Fähre von Scandlines von Fehmarn nach Dänemark nehmen. Es gibt sogar ein hochgepriesenes Kombiticket, sodass man auch die Öresundbrücke nach Schweden passieren kann. Leider hat es der Kollege am Ticketschalter zu gut gemeint und das falsche Ticket gebucht ( wir haben das leider auch nicht kontrolliert und gemerkt ), den er hat unsere Länge nur bis 6m eingetippt, was natürlich die hochtechnischen Kameras an der Brücke direkt registriert haben und unser Ticket nicht gültig war. Wir mussten den gesamten Preis von 130€ direkt vor Ort bezahlen. Tragisch war es nicht, den nach ein par Emails an den Kundencenter der Fährgesellschaft haben wir die Differenz erstattet bekommen. Immerhin da ein Top-Service. Nächstes mal kontrollieren wir besser im Voraus. Unser Ziel ist in der Nähe der Stadtmitte von Kopenhagen. Ein kleiner Hafen mit Stellplatz, Spielplatz und Duschen. Tja, und hier ist uns aufgefallen das wir mit jeder Visa Transauktion Gebühren bezahlen, 2 %, und das es in Schweden genauso sein wird… Ärgerlich, weil sowohl in Dänemark als auch in Schweden sogut wie nur mit Karte bezahlt wird. Vielleicht sollten wir über eine alternative Bank nachdenken.

Hafen Kopenhagen.
Neue Spezies im Ozean: Plastik.
Megalodon.

Aber wenn wir schon mal hier sind, flanieren wir durch den Hafen und buchen Onlinetickets für das Den Bla Aquarium. Vergleichbar mit Sea Life in Oberhausen, und immer wieder beeindruckend wieviele Lebewesen es im Meer gibt. Am Tag darauf geht es weiter nach Schweden. Den ersten Stellplatz steuern wir nördlich von Malmö an. Ein kleiner See mit Liegewiese und kleinem Parkplatz. Hier wird mir erst bewusst wie groß Schweden ist und wieviele Seen es hier gibt. An sich hat Schweden nur 10 Millionen Einwohner und diese können sich unmöglich irgendwo am See knubbeln, weil es einfach zuviele davon gibt. Geschätzt alle 3 km ist einer, mit Parkplatz, Strand, Springtürmen und Liegewiese. Und dann steht wieder ein Wiedersehen mit Freunden an, zufälligerweise sind sie auch aus Hamburg. Sie sind grade auf dem Weg nach Trelleborg zur Fähre, weil ihr Urlaub zu Ende geht. Zusammen verbringen wir 2 Tage auf einem Campingplatz beim Lursjönsee, und auch hier wird gefeiert, aber diesmal der 3. Hochzeitstag von unseren Freunden.

Per Zufall kommen wir auf den Bauernhof Stellplatz Kastebergsgard. Super nette Besitzer, ein Naturbadeteich mit Böotchen, Hofladen und Tiersafari. Nicht zu vergessen der riesige Spielbereich für die Kids. Hier gefällt es uns sogut, dass wir gleich 3 Tage bleiben. In den umliegenden Wäldern gehen wir Himbeeren und Johannisbeeren pflücken, sehr lecker so frisch vom Strauch.

Irgendwie sind grade viele Freunde in Schweden unterwegs, den wir haben uns wieder mit Freunden auf einem Campinplatz bei Exjö verabredet. Dieser liegt auch direkt am See und ganz in der Nähe der Altstadt. Wir gehen Schwimmen, Lisa und ich springen mal wieder vom 3m Brett, buddeln tiefe Löcher in den Sand und essen Eis in der Altstadt. Hier lernen wir Paul & Sylvia kennen. Sie fahren mit ihrem Expeditionsmobil schon seit 13 Jahren durch die Welt. Sie haben tolle Geschichten zu erzählen und die Kids Lieben die Roomtours durch den riesigen Kofferaufbau. Bis jetzt hatten wir richtig viel Glück mit dem Wetter, aber jetzt wissen wir warum Schweden soviele grüne Wälder hat. Die Gewitter und Schauer mit dieser Menge an Niederschlag lassen alles wachsen und sprießen.

Hochzeitstag.
Bauernhofstellplatz.
erstmal Liegestütze nach dem Regen.

Das nächste Ziel soll Stockholm sein, ein alter Freund von mir lebt dort und hat sich bereit erklärt uns seine Stadt zu zeigen. Wir sind gespannt. Immerhin sind es knapp 400 km von hier, also werden wir wohl 1-2 Übernachtungen brauchen bis wir dort ankommen.