Transit wir kommen. Da noch einige Pläne für Deutschland bestehen, verlassen wir das schöne Albanien und machen uns auf den Weg richtung Heimat. Oma und Opa wollten mit den Enkeln nach Holland ( leider ist das auf Grund der Maßnahmen dann doch ausgefallen ) und Theo muss nochmal zu einer Höruntersuchung. Außerdem wollen wir noch einige Veränderungen für Skandinavein vornehmen : Öl Wechsel, Handbremse nachziehen etc.

Montenegro, Pause am Stausee.
Matsch-Spaß.
Grenzpassage.

Aufgrund der begrenzten Transitzeit der verschiedenen Länder, mussten wir diesmal unsere Fahrt „richtig“ planen. Mit festen Abfahrtzeiten und Pausen und so. Sehr ungewöhnlich. Montenegro haben wir in knapp 3h passiert, wäre die „Autobahn“ keine Baustelle, wären wir noch schneller. Wer auch immer über die Baustellen in Deutschland meckert, hätte hier sehr geflucht. Beide Spuren wurden komplett auf 15 km abgerissen und alle Autos mussten auf einer Schotter- / Splittstraße mit riesigen Schlaglöchern fahren. Schneller als 10 km/h ging einfach nicht. Aber waren wir ja gewohnt. Der Grenzübergang zu Bosnien-Herzegowina verlief entspannt, nur konnte uns keiner der Beamten sagen wie lange wir Transitzeit haben. Also sind wir erstmal auf den nächsten Camping für eine Nacht gefahren. Die Strecke führte uns an Sarajevo vorbei Richtung Zagreb im Nordosten bei Kroatien. Bosnien hat viele wundervolle Schluchten, Seen und Flüße zu bieten, quasi Slowenien in riesig. 

Bosnien.
Bosnien.
Österreich.

An der Grenze zu Kroatien wurden wir tatsächlich genauer befragt und Untersucht, ein Grenzbeamter hat den Innenraum inspeziert und mit den Jungs Späßchen gemacht. Ganz klare Ansage, wir haben 12h Transitzeit und das Kennzeichen wird bei der Ein-/Ausreise eingescannt und Kontrolliert. Dank der hervorragenden Autobahn waren wir in 3h schon an der Grenze zu Slowenien. Verrückt wie schnell sich die Straßen von unterirdisch zu himmlisch ändern können. Hier gab es keine Fragen nach Transit und keine Kontrolle, das einzige Manko, wir mussten eine Mautvignette für 7 Tage kaufen ( weniger gab es nicht und es waren nur 12 €, haben auch gleich eine für Österreich gekauft). Kurz nach der Grenze haben wir eine große Mittagspause an einem Fluß gemacht, den die Fahrt durch Slowenien bis Österreich dauert nur 2h. Die slowenische Grenze war nicht mehr besetzt, umso witziger wurde es in Österreich. Am ersten Büdchen stand das Militär, wir wurden nach einem Covid-Test gefragt, wir verneinten und sagten wir wollen nur Transit machen, also wurden wir an das nächste Büdchen geschickt zur österreichischen Polizei. Mit unseren Pässen gewappnet marschierte ich zur Polizei, schon aus 2 Metern Entfernung ruft mir die Polizistin zu, von ihr aus ist alles gut und wir können weiterfahren. Okay, also wieder ins Auto und weiter gehts! Da es schon spät am Abend war, haben wir uns einen Stellplatz an einem Wildtierpark gesucht. Die Nacht wurde richtig kalt mit 2 Grad, sodass wir sogar wieder die Heizung anschmeißen mussten.

Slowenien.
Deutschland.
Liebe.

Das nächste  Ziel war nördlich von München. Auch die Grenze zu Deutschland war nicht besetzt, sodass wir entspannt passieren konnten und unser Ziel, einen kleinen See nördlich von München, erreichten. Leider wurde das Wetter immer schlechter, damit meine ich kalt, windig und Regen… Willkommen zu Hause. Was ein Empfang. Sogar eine SMS von der Bundesregierung haben wir bekommen, das fand ich irgendwie süß. So fuhren wir Stück für Stück bis nach Oberhausen. Hier können wir endlich den Camper einmal komplett ausräumen, putzen und neu Sortieren. Kleinere Erweiterungen und Optimierungen werden wir auch diesmal wieder umsetzen. Irgendwie hört das Optimieren nie wirklich auf.

Ab jetzt können wir uns auf das nächste Ziel, Skandinavien, konzentrieren. Wir freuen uns riesig auf weite und menschenleere Seenlandschaften. Die kleine Hoffnung das Norwegen noch in dieser Zeit öffnet besteht weiterhin!