Unser erstes Ziel ist Zvernec Beach bei Vlora. Eine einsame Bucht, die sehr an die Ochsenbauchbucht auf den Peloponnes erinnert. Nur die Zufahrt ist deutlich abenteuerlicher. Für die letzten 3 km, Schotter-/Schlagloch-/Ziegenpiste, brauchen wir 30 Minuten. Am ziel erwarten uns wieder die Freunde aus Tübingen und 4 andere Wohnmobile. Auf der Anhöhe hat man eine schöne Sicht auf die Bucht und die Klippen drumherum. Auch hier sammeln wir einige Müllsäcke zusammen.

Zverec Beach.
Wer sieht unsere "Sky"?
Wasser geht immer.

Der nächste Strandplatz ist bei dem Dorf Spille, genauer gesagt die Bar „Buona Vila“. Betrieben wird sie von Amarildo ( den Namen bekam der Sohn nach einem brasilianischen Fußballer ) und seiner gesamten Familie. Wir wurden sehr herzlich aufgenohmen, bekamen Frühstück und andere nette Sachen nur weil wir bisschen geholfen haben den Strand aufzuräumen und die Bar für die Saison vorzubereiten. Auch hier stört es die Besitzer das soviel Müll aus dem Meer an den Strand gespült wird. Jedes Jahr beauftragen sie Traktoren und Menschen die ihnen helfen alles aufzuräumen, auf eigene Kosten. Die Gemeinde und die Kommunale Regierung interessiert es wenig wie der Strand aussieht.

Eine riesen Hilfe war für mich, dass sie mir geholfen haben einen Geburtstagkuchen und Blumen für Lisa zu organisieren. Zusätzlich haben sie uns ein sehr leckeres Geburtstags-Abendessen gezaubert. Gemeinsam haben wir einen sehr entspannten und schönen Abend verbracht. 

Sunset.
Clean-up klein.
Happy bday auf albanisch.

Nach ein par Tagen mussten wir weiter, die Vorräte gingen zu neige. Es war überraschend für uns zu erfahren, dass es Rossmann in Albanien gibt. Der nächste ist in Tirana, 1h fahrt und einen schönen Camping gibt es auch dort um die Ecke. Noch Unglaublicher war es zu sehen, dass der Rossmann alle Produkte aus Deutschland hat, also haben wir uns mit Quteschis, Dinkelmehl und anderen Artikeln eingedeckt. Und wer denkt es gibt keine anderen BIO-Artikel wie Hafermilch oder Mandelmilch, der irrt sich. Direkt neben Rossmann ist der INTERSPAR, soviel Auswahl habe ich selbst im größten Edeka oder Rewe nicht gesehen. Also bunkert nicht zuviele Vorräte in euren Autos, es gibt alles hier . Nach dem Flash beim Einkauf haben wir eine Nacht auf dem Camping verbracht. Heiß geduscht, frisches Quellwasser in den Tank gefüllt und fast wären wir im See schwimmen gewesen ( leider hat sich eine Schlange auf dem Bootsausleger gesonnt, das war für Lisa und Anton ein KO-Kriterium ).

Camping Tirana.
Bar Ledh.
Zum ersten Mal eingegraben.

Nach dem kurzen Ausflug ins Inland sind wir wieder an die Küste gefahren. Diesmal an die „Bar Ledh“ bei Lezha. Wir haben gelesen, dass der Besitzer, Mario, ein netter Kerl ist, der Camper bei sich auf dem Parkplatz stehen lässt. Zusätzlich sollte er erst in 5 Tagen eröffnen, also haben wir gehofft es wird noch ruhig und entspannt. Die Bar liegt sehr schön ganz! am Ende einer Touristen Promenade. Die Einrichtung und der Stil sind sehr naürlich gehalten, alles ist aus Holz gebaut, viel Treibgut wurde als Dekoration gestaltet. Ein wirklich kleines Paradis. Zusätzlich ist Mario Kfz-Mechaniker mit einer super Vernetzung in der Region, dank ihm wurde unsere schwächelnde Klimaanlage wieder fit gemacht. Ohne Termin und für einen mehr als fairen Preis, 33€. Naja das mit der Ruhe hat doch nicht ganz so geklappt, zwei Jungs und ein Päarchen aus Deutschland haben Mario beim Aufbau der Bar für die Saison geholfen. Natürlich wurde am Abend Feuer gemacht und Musik gehört, auch gerne bis 3h nachts. Haben uns direkt wieder jung gefühlt.

Ein bisschen bleiben wir noch und schauen uns das Treiben hier an, bevor wir entscheiden wie und wohin es genau weitergeht. Montenegro ist nicht mehr weit, aber der norden Albaniens hat auch noch einige Berge, Seen und canyons zu bieten.