Wir verlassen den Peleponnes . Nach fast 5 Monaten in diesem wunderschönen Teil Griechenlands machen wir uns auf, nehmen in Patras die Fähre über den Rio nach Andirrio und haben einen genialen Blick auf die Rio-Andirrio Brücke, die Patras sonst mit dem Festland verbindet. Ist auch deutlich günstiger als die Brücke 🙂 Wir sind erstaunt wie anders für uns schon die ersten Meter auf dem Festland rein ins Landesinnere aussehen. Grüne Bäume und Sträucher, kleine Hügel, grosse Hügel, tiefe Schluchten und glasklare Flüsse. Schön is et, wir freuen uns auf Neues. Unser erster Stop ist am Trichonida See. Hier lernen wir Jenny, Johann, Jakob und Anastasia kennen. Anton und Anastasia sind gleich alt und können sich auf Anhieb so gut riechen, dass sie erstmal für Stunden im gemeinsamen Spiel verschwunden sind. Johan ist wie Eugen in Kasachstan geboren und beide freuen sich russisch sprechen zu können und Kindheitserinnerungen auszutauschen. Und es ist wirklich bezaubernd hier. Wir pflücken Unmengen wilden Spargel. Jeden Tag kommen Einheimische und bringen Eier, Orangen oder was Süßes vorbei. Ein Bauer aus der Nähe kommt sogar mit seinem Pferd und wir dürfen alle reiten, Lisa`s und Anton`s Augen glänzen noch für längere Zeit. Wir sind mal wieder überwältigt von der Herzlichkeit und Gastfreundschaft der Griechen.

 

Fähre Patras Festland.
Geile Brücke.
Rainbow.

Weiter geht es für ein paar Tage an den ambrakischen Golf gemeinsam mit unseren neuen Freunden. Von hier können wir auch einen Termin bei einer HNO Ärztin in Preveza für Theo machen, um seine Ohren kontrollieren zu lassen, denn er juckt sich seit Tagen die Ohren und ist sehr unleidlich. Durch die Erfahrungen im letzen Jahr sind wir doch etwas beunruhigt. Leider ist die Nachricht nicht so gut, denn der Hörtest ist wieder auffälig und wir müssen Theo 10 Tage die Nase spülen und mit Nasenspray arbeiten und nach 20 Tagen möchte sie Theo erneut untersuchen. Zumindest ist damit entschieden, dass wir die Insel Lefkada noch bereisen und den Reiterhof von Doerthe und Christos bei Parga ansteuern.

Sunset.
Ostereiersuche.
Stockbrot.

Lefkada ist atemberaubend schön. Das Meer hat die unterschiedlichsten Türkis- und Blautöne die wir je gesehen haben. Wir verbringen einige Tage frei an wunderschönen Stränden mit liebgewonnen Menschen, steuern den einzigen offenen Campingplatz an, um Wäsche zu waschen und lernen hier wieder eine nette Familie mit zwei Jungs kennen. Es wird Piraten gespielt, Stockbrot gemacht und eine kleine Tour mit dem Kajak in der Bucht unternommen. Wir besuchen den eindrucksvollen Wasserfall bei Nidri und machen eine abenteuerliche Wanderung. Nach knapp 10 Tagen verlassen wir die Insel, wir wollen mehr vom Inland sehen. Wir haben tatsächlich grad genug vom Meer und da die Archäologischen Stätten wieder aufhaben steuern wir ein bisschen Kultur an. Erster Halt ist aber die Stadt Vonitsa nochmal am ambrakischen Golf, in der ein Paket von Oma und Opa mit neuen Schuhen, Türsicherung, neue Kopfhöhrer (mit activ noise cancelling für Lisa :))  und anderen tollen Sachen auf uns wartet. Weil das Städchen so nett ist, wir am Hafen gut schlafen und sogar eine Familie mit zwei Kindern kennenlernen bleiben wir länger als gedacht. Nach 3 Tagen machen wir uns wieder auf den Weg östlich um den Golf herum ins Landesinnere.

Was für eine Farbe.
New DJ in da house.
Nidri waterfalls.

 

Auf der Fahrt verbringen wir unsere Mittagspause bei der 24 Stunden geöffneten archäologischen Stätte Orraon, die aktuell nur mit Trampelpfaden zu belaufen ist. Sehr lohnenswert und eindrucksvoll, die Aussicht ist grandios, sogar bis zum Meer kann man schauen, und Anton findet es super die alten Mauern zu beklettern. Wir übernachten direkt neben einem römischen Aquädukt, leider beginnt es am nächsten Tag wie aus Eimern zu regnen, so dass die Umgebungserkundung ins Wasser fällt und wir spontan in die nächste große Stadt Ioannina fahren und den Tag mit einkaufen bei Ikea und H&M verbringen Wir haben jetzt endlich eine Matratzenauflage (naja und natürlich neuen Krimskrams – Ikea halt), keiner muss mehr auf der hölzernen Ritze schlafen und Anton hat wieder Hosen ohne Löcher. Um in die Läden zu kommen, konnten wir vor Ort per Email einen Termin ausmachen, sehr easy und irgendwie cool beim H&M nicht ewig vor den Umkleiden warten zu müssen.

Wir fahren noch bis Dodonis, hier schlafen wir direkt neben dem Archäologischen Park mit einem Amphitheater in wunderschöner Landschaft. Es regnet weiterhin und es ist ziemlich kalt. Nachts haben wir um die 2° Grad und am nächsten morgen sehen wir auf den naheliegenden Bergen weiss gepuderte Gipfel. Anton freut sich sehr, endlich kann er zumindest Schnee aus der Ferne sehen. Wir besuchen den Park und bestaunen ein wirklich gut erhaltenes Amphitheater und können den Arbeitern beim restaurieren der Sitzbänke zuschauen. Da es uns hier auf Dauer aber zu kalt ist fahren wir weiter, na wer errät es??

Zurück ans Meer 🙂