Für Cagliari haben wir uns einen freien Stellplatz / Parkplatz am Stadtstrand ausgesucht. Wie das machnmal mit 4 Personen so ist dauert das Packen und Abfahren doch etwas länger. Also kommen wir nicht vor 16h in Cagliari am Treffpunkt an. Die Strandpromenade ist schön gemacht, einige Gebäude/Bars, Lauf-und Fahrradwege sind sogar neu. Wir stehen unter Palmen und es sind nur wenige andere Womos hier. Interessanterweise scheint hier jeder 5 Bewohner zu joggen oder radzufahren, soviele sportliche Einheimische haben wir hier auf der Insel noch nicht gesehen. Gleich beim Ankommen, beweist ein Einheimischer wie sehr hier die Autos nur Gebrauchsgegenstände sind. Beim Rückwärtsfahren über den Bordstein reist er sich die gesamte Frontschürze ab. Ein Drama scheint das nicht zu sein, er steigt aus, sieht sich das Dilemma an, packt die Frontschürze in den Kofferraum und fährt weg. Faszinierend. Wir verbringen den Rest des Tages am Strand. Jascha und ich gönnen uns, nachdem die Kids im Bett sind und der  Abwasch erledigt, einen Männerabend vor den Womos. Und was gibt es zu trinken? Bacardi-Cola und Tortillachips. Wie sehr mich der Geschmack an meine Jugend erinnert, mit allen Positiven und anderen Erinnerungen.

Cagliari
Männerabend
Cruisen an der Strandpromenade.

Am nächsten Tag fahren wir gemeinsam in die Stadt, parken auf einem bewachten Parkplatz und laufen in die City. Es ist so herrlich verwinkelt, vieles an einander gebaut, wie so typisch in Italien. Einige Straßen machen keinen Sinn, andere sind so eng und schmal, dass sie gleich mal eine Vorfahrtsstraße sind. Wir laufen hauptsächlich die bekanntesten Punkte der Stadt ab. Auch hier sieht man den starken römischen Einfluss. Von der Bastione Saint Remy zum Anfiteatro Romano über den Stadtpark, mit herrlichen Kletterbäumen für alle. Unterwegs essen wir irgendwo eine Pizza und schlendern allmählich zurück. Wenn man Sardinien besucht, ist die Hauptstadt auf jedenfall einen Besuch wert. Vielleicht sollte man sich aber 2-3 Tage Zeit lassen, mal die Museen besuchen und das Nachtleben miterleben. Die Kids machen alles super mit, nur sind sie am Ende müde und geschlaucht, wir aber auch. Den Abend verbringen wir wieder am Strandparkplatz, den morgen ist es soweit, wir empfangen Lisas Familie am Flughafen. Anton ist schon ganz aufgeregt seine Cousine und Cousin wiederzusehen.

Eingang zur Bastione.
Herrliche Aussicht über die Stadt.
Anfiteatro Romano.

Die Wiedersehensfreude ist unbeschreiblich, bis die Mietwagen abgeholt sind, wird direkt im Womo wild getobt. Gut das wir eine Menge Platz haben. Wir haben gemeinsam ein großes Haus südlich von Pula gemietet. Es ist eine riesige Anlage mit sehr viele Häusern, Sportanlagen und direktem Strandzugang. Jedoch wurde die Anlage anfang der 70er gebaut. Einigen Häusern sieht man es an, andere werden gut gepflegt und so hat die „Siedlung“ irgendwie einen besonderen Charme. Es ist sehr wenig los, nur wenige Besitzer kommen selbst am WE um zu relaxen. So verbringen wir die Zeit mit baden, grillen, quatschen, spielen im Garten, Womo putzen und wieder Neuordnen und Ausflügen zu nahegelegenen Strandbuchten. Zwischendurch hat Anton sein Geburtstagsgeschenk eingelöst , wir haben ihm und seinen Cousin und Cousine einen Ausflug zum Dino-Park ( Sardegna in miniatura ) geschenkt. Anfangs noch sehr ängstlich, haben sie die Dinos dann doch sehr lieb gewonnen. Immerhin waren die animiert mit Bewegungen und Geräuschen, sehr cool.  Zusätzlich konnte man dort noch Böotchen und Zug fahren und eine Reise durch das Universum, im Planetarium, gab es auch. Zwar auf Italienisch , aber für die Kinder war das kein Hindernis. Sehr geil dieser Park. Mit Kids kann man locker einen ganzen Tag hier verbringen. Dementsprechend waren sie auch sehr gerädert am Abend, aber glücklich.

Flughafen.
Grillen.
Haus in Pula.
Teulada Beach.
Blick auf Domus di Maria.

Zuviele schöne Bilder und zuwenig Webspace. Gleichzeitig waren wir auch sehr dankbar für die Unterstützung der Großeltern, so konnten wir mal wieder zu zweit essengehen, schon ganz vergessen wie das so ist. Eine kleine Shoppingtour zum Decathlon machen und, wer hätte es gedacht, mal wieder das Womo aufräumen, ausräumen und putzen. Wusstet ihr, dass sich soviele Essenreste und Sand auf dem Boden ansammeln können ? Ich konnte mir meinen Wunsch erfüllen, eine Geländewagenfahrt durch das Hinterland. Der Vorteil einer gebuchten Tour ist die Erlaubnis auch in die Bereiche zu kommen, wo sonst nur die Förster und die Waldfeuerwehr ( ja, ein sehr anerkannter Beruf hier, sogar bei der Jahreszeit haben sie fleißig kontrolliert ) hinkommt. So sieht man die echte Flora und Fauna Sardiniens.

Es war eine schöne gemeinsame Zeit und gleichzeitig haben wir das Schlafen im Womo vermisst. Man gewöhnt sich schnell an sein eigenes Bett, auch wenn es Räder hat. Apropos Räder, es soll ja Weiterrollen  bei uns. Die Familie ist nach Hause geflogen und wir grübeln…

Dazu mehr im nächsten Beitrag.