Endlich, da ist er, der langersehnte 18.8.20.

Termin beim Einwohnermeldeamt, 11:15. Ich stehe an der Pforte und werde nach meinem Namen und Termin gefragt. Ich bestätige und sage die Uhrzeit, einen Ausdruck habe ich nicht und auf der Liste stehe ich nicht, schlecht, aber eine Email der Sachbearbeiterin habe ich. Die Dame an der Pforte geht mal nachfragen, 10 Minuten später werde ich hineingebeten. Puuh, ich habe uns 2 weitere Wochen bei den Schwiegereltern gesehen … Völligst umsonst, nach 10 Minuten bei der netten Sachbearbeiterin, war das Thema erledigt. Neue Adresse in die Persos geklebt und einen Stempel in die Reisepässen der Kinder, sogar den Fahrzeugschein konnte ich direkt vor Ort ändern. Sehr erleichtert und voller Freude sind wir auch direkt am Nachmittag losgefahren. Immerhin müssen wir am 20.8. in der pädiatrischen Audiologie in Heidelberg sein, den Theo hatte bei der U5, 2 wochen vorher eine Auffälligkeit beim Hörtest. Der Kinderarzt wollte das lieber abgeklärt haben, und wir auch, bevor es auf die lange Reise geht.

Kleiner Rückblick was wir seit dem letzten Beitrag  am Womo gemacht haben. Neue Klappe für die Sitzbank, verschiedene Lüfter für die TrockenTrennToilette und den Kühlschrank. Und ja das Problem am Kühlschrank wurde gelöst, juhuuu, es war die Steuereinheit auf der Rückseite, auf dem Bild sieht man die leichte bräunliche Verfärbung. Anscheinend ein Kurzschluss, der nur bei bestimmten Bedingungen auftritt.

Gekommen sind wir bis kurz nach Bonn. Gemütliche Reisegeschwindigkeit und erstmal einstimmen auf das neue Leben. Übernachtet haben wir an der Therme Monte Mare in Rheinbach mit angrenzendem Spielplatz, den wir auch direkt am morgen, zusammen mit vielen Schulklassen die hier ihre Runden laufen mussten, genutzt haben. Anton „kneippt“ auch gerne morgens um 8:30, bei gefühlt 11 Grad Wassertemperatur.

Kurze Pause am Schloss Stromburg, nur 5 Minuten von der Autobahnausfahrt enfernt mit ruhigem Parkplatz und schöner Sicht auf die Burg. Gegen Mittag sind wir bei meinen Eltern in Heidelberg angekommen. Bei den Temperaturen konnten wir noch ins Plantschbecken und haben den Tag entspannt ausklingen lassen.

Am nächsten Tag hatten wir den Termin zur Untersuchung, leider kam dabei auch nichts genaueres raus, als das uns empfohlen wurde die Nächstgrößere Untersuchung „BERA“ zu machen. Dabei werden die Hörnerven über Elektroden am Kopf gemessen und getestet. Nächster Termin am 31.8.20. Okay, also beschließen wir die nächsten 9 Tage durch den Odenwald zu tingeln.

Überall in der Region gibt es die „alla hopp“ Spielplätze, von Dietmar Hopp gesponsort. Bei jedem Spielplatz gibt es Toiletten und Trinkwasserspender, was schon mal hervorragend ist mit Kindern. Außerdem sind die Ideen und die kreativen Umsetzungen der Spielgeräte super gemacht. Da wird man selbst wieder zum Kind, mit Muskelkater am nächsten Tag. Die erste Übernachtung verbringen wir am Wildpark in Schwarzach, an einem kleinem Stellplatz. Den Vormittag vebringen wir im Park mit Auerochsen schau und Zebras. Wegen den Corona-Bestimmungen darf man die Tiere leider nicht füttern, was für Anton nicht wirklich schlimm ist, den der große Spielplatz auf dem Gelände ist doch interessanter. Auch Theo krabbelt lieber auf der Decke als sich die Tiere aus der Trage aus anzuschauen. So fahren wir nach dem Mittagessen weiter ohne wirklichen Plan.

Gelandet sind wir an der fränkischen Seenplatte kurz vor Nürnberg. Kleiner Stellplatz für 7€/Nacht, dafür mit kostenfreiem Naturbadeteich mit Toiletten und Duschen. Sehr ruhig und wenig los. Wir wollen mehr davon! Also haben wir einen Campingplatz südlich von Nürnberg gefunden, der auch einen Badeteich hat und ein Restaurant und aktuell einige Familien mit Kindern da sind.

Camping Sippelmühle, hier vebringen wir 3 oder 4 Tage mit Wandern, Schwimmen, Fosillien anschauen/suchen und Menschärgeredichnicht spielen. Anton hat einige Kinder kennengelernt mit denen er Sandburgen baut oder mit Roller/Fahrrad über den CP flitzt. Da die Physiowelt anscheinend sehr klein ist lerne ich einen Kollegen aus Reutlingen kennen, der natürlich ein Jobangebot für mich hat und uns herzlich einläd bei ihm zu campen sollten wir in der Nähe sein.

Nach den schönen Tagen zieht es uns weiter. Von den Nachbarn auf dem CP haben wir erzählt bekommen, dass es einen riesigen Dinopark hier um die Ecke gibt. Und da Anton Dinos und Fossilien gerade sehr faszinierend findet besuchen wir diesen natürlich. Das Dinosaurier  Museum Altmühltal bei Denkendorf ist beeindruckend. Nachbildungen in Lebensgröße und in realistischen Aktivitäten, wie Jagd oder Kampf, machen einem deutlich wie riesig und kolossal einige Arten waren. Das Museum und der große Spielplatzbereich waren natürlich auch sehr interessant. Definitiv einen Besuch wert, nur nicht in den Sommerferien das nächste mal.

Eigentlich wollten wir doch noch Freunde besuchen?! Wir haben ja noch 3 Tage bis zum 31.8., also besuchen wir Freunde in Remshalden bei Stuttgart. Die gesamte Strecke führt uns über Land, durch das schöne Fränkische bis ins Schwäbische. Wir übernachten in Thalmässing auf einem Stellplatz für 5€/Nacht mit angrenzendem Spielplatz, standesgemäß, und backen unsere erste Pizza calzone im Omnia.

Bei unseren Freunden in Remshalden verbringen wir eine schöne gemeinsame Zeit im Wald und auf Spielplätzen. Ahja, einen kleinen T-Rex aus dem Dino-Park konnten wir noch in unser Womo aufnehmen :).

Zurück in Heidelberg steht der Termin zur BERA an. Das Ergebnis ist sehr erfreulich, die Hörnerven funktionieren wie sie sollen, nur ist wieder aufgefallen das die Gehörgänge zu eng sind und die Drüßen sehr viel Ohrenschmalz produzieren. Die Therapie besteht aus Spülen und abwarten ob das Wachstum das erledigt. Gegebenenfalls erneute Testung in 3 Monaten. 

Wir nutzen die Zeit für weitere Optimierungen am Wohnmobil. Ablagebrett am Etagenbett raus, dadurch gewinnen wir 12cm mehr Liegebreite. Fliegengitterreparatur an der großen Dachluke über dem Tisch, anbringen eines Ringhakens für die Wäschekracke und weitere Kleinigkeiten…

Auf dem Weg nach Bad Kissingen besuchen wir noch Freunde in Frankfurt am Main. Diese haben sich ein Haus in einer Neubau Ökosiedlung gekauft. Das Konzept ist sehr interessant, die gesamte Siedlung ist quasi voll unterkellert mit einer großen Tiefgarage über die die Bewohner in ihre Häuser kommen. Dh es fährt kein Auto an den Häusern vorbei und die Kinder können sich komplett frei bewegen. In der Mitte gibt es eine kleine Piazza, an der sich die Kinder oder Eltern treffen können. Die Idee an sich finde ich super, nur der Preis ist recht happig, aber das scheinen alle Metropole gerade zu haben.

Bad Kissingen, wieder sind wir im Fränkischen gelandet. Das Hotel Sonnenhügel ist von außen nicht wirklich beeindruckend, erinnert sehr stark an Plattenbau aus der DDR, aber hey, wen interessierts wenn es hier einen riesen Indoorspielplatz, ein Hallenbad, einen Wald-Abenteuerspielplatz und eine Burg gegenüber gibt?! Die Kids haben ihren Spaß und die Großeltern die geballte Enkelpower. So kann man 3 Tage lang den 40ten Hochzeitstag feiern. Die brauchen danach sicher noch eine Woche Urlaub :). Bis Montag genießen wir die Zeit hier und dann wollen wir so schnell wie möglich Richtung Süden. 

Hui, das war jetzt sehr viel Text und sehr viele Bilder, es waren aber auch viele Ereignisse die letzten Wochen. Ich hoffe der nächste Beitrag wird auch einige Strand und Meerbilder beeinhalten und nicht erst in 3 wochen wieder erscheinen. Aber den Rhythmus mit Kids und der Muse muss ich erstmal finden.